Stiftungsaufsicht ordnet „Begehung der Liegenschaft“ in der Gisi an

Es ist bekannt, dass für die „Gisi“ Total-Sanierungspläne bestehen. Für die Besitzerin Terresta Immobilien- und Verwaltungs-AG, respektive die Stiftung Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) und für die Stadt würden mit einem Umbau zwei Fliegen mit einem Schlag getroffen: Besetztes Haus weg, sehr gute SteuerzahlerInnen her. Für den Wohn- und Kulturraum Gisi hiesse dies Räumung.

Auf Dienstag, 14.11.2017 hatte nun die Eidgenössische Stiftungsaufsicht, welche die SKKG momentan noch beaufsichtigt, eine „Begehung der Liegenschaft“ angeordnet. Als Gründe wurden die „Prüfung von brandschutztechnischen Mängeln und Feststellungen von möglichen Vorbehalten in bautechnischer Hinsicht“ aufgeführt. Neben dem Leitungsduo der Feuerpolizei Winterthur und zwei Mitarbeitern der Terresta AG waren auch ein Architektur- und Planungsbüro sowie ein Ingenieursbüro dabei. Das Ingenieursbüro kann in seinem Portfolio mehrere Sanierungen alter Liegenschaften vorweisen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Zur Besichtigung erschien auch Stephan Herren, von der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht (ESA) eingesetzter Sachwalter der SKKG. Obwohl nicht schriftlich angemeldet bestand er auf seiner unbedingten Teilnahme. Er versicherte, dass die Begehung nicht aufgrund von Sanierungsabsichten stattfinde. Sowohl er als auch die Feuerpolizei versprachen den BewohnerInnen den schriftlichen Bericht der Begehung und deren Ergebnisse zukommen zu lassen.

Ob diese Begehung als erster Schritt in der Absicht einer Totalsanierung zu verstehen ist oder tatsächlich der Sicherheit des Hauses und seinen BewohnerInnen dient wird sich zeigen. Wir werden euch weiterhin über die Entwicklungen rund um die räumungsbedrohte Gisi informieren, denn Aufwertung heisst Vertreibung. Wir bleiben alle!

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